Rückblick Wettbewerb 2016/2017

Titel verteidigt

Peter Hoppe ist erneut der "Finanzberater des Jahres". Mit einem sehr guten Depot und
dem besten Fachwissen war er auch diesmal nicht zu schlagen

von Ralf Ferken

Der "Goldene Bulle" für Deutschlands besten Finanzberater geht in diesem Jahr erneut nach Menden ins Sauerland. Der alte und neue Sieger heißt Peter Hoppe (49). Bei der Kombination aus Depot- und Wissensteil erreichte der Südwestfale die höchste Punktzahl aller 400 Teilnehmer. Damit gelingt dem Chef und Gründer der HOPPE VermögensBetreuung eine Premiere. Erstmals in dem seit 13 Jahren stattfindenden €uro-Wettbewerb kann ein Teilnehmer seinen Titel verteidigen.

Finanzberater des Jahres 2018 - Die Gewinner

Dabei sah es lange Zeit auch diesmal nicht danach aus, als würde Hoppe den Titel verteidigen können. Im bundesweiten Wettstreit mit anderen Anlageund Vorsorgefachleuten verharrte er wochenlang im Mittelfeld. Zwar setzte er sich von Beginn an im Wissensteil an die Spitze. Sein Depot hatte er im Vergleich zu anderen Teilnehmern jedoch zunächst zu defensiv aufgestellt. Gegen Ende des Wettbewerbs machte Hoppe jedoch Boden gut, als er die steigenden Rohstoffpreise richtig antizipierte und mit entsprechenden Indexfonds davon profitieren konnte. Immer näher rückte er schließlich an die Spitze der Gesamtwertung heran. Vor ihm lag bis kurz vor Schluss nur noch Andreas Teichmann (43), der Geschäftsführer von Plückthun Asset Management aus München. Teichmann hielt den Rang an der Spitze bis zwei Tage vor Ende des Wettbewerbs. Erst dann überholte ihn Hoppe.

"Ist das spannend", entfuhr es Hoppe schließlich Anfang Dezember. Der Depotwettbewerb war zu diesem Zeitpunkt bereits ausgezählt. Dort hatte er mit der besten Wertentwicklung aller Teilnehmer und einer vertretbaren Volatilität den dritten Platz erreicht. Offen war aber noch, wie gut er beim letzten von sechs Fragebogen abschneiden würde. Unser Partner, die GOING PUBLIC! Akademie für Finanzberatung AG aus Berlin, musste die letzten Fragen noch auswerten.

Am Ende war jedoch klar: Hoppe erreichte mit seinen Kollegen Bernd Linke (46), Christian Niemeier (41) und Gerd Petermann (39) wie im Vorjahr erneut die höchste Punktzahl im Wissensteil und sicherte sich damit ein zweites Mal den Titel "Finanzberater des Jahres".

Starkes Team. Auch Andreas Teichmann erzielte beim diesjährigen €uro-Wettbewerb ein exzellentes Ergebnis im Depot- und Wissenstest. Mit seinem Depot hielt Teichmann lange still, ehe er Ende September einige Indexfonds auf europäische Bankaktien kaufte. Diese Strategie ging auf.

Nachdem Bankaktien zuvor stark eingebrochen waren, holten sie anschließend wieder deutlich auf. Auf diese Weise erreichte Teichmann Platz 1 der Depotwertung. In der Kombination aus 70 Prozent Rendite und 30 Prozent Risiko war kein anderer Teilnehmer besser. Auch im Wissensteil überzeugte Teichmann mit einem Platz unter den Top Ten — und erreichte in der Summe aus Depot- und Wissenswertung den zweiten Platz in der Gesamtwertung.

Auch seine Kollegen von Plückthun Asset Management platzierten sich weit vorn im Gesamtranking: Bernd Skoruppa (47) belegte Platz 3 und sprang damit ebenfalls auf das Siegertreppchen; Michael Steets (29) und Martin Ostermeier (37) wiederum platzieren sich unter den Top Ten.

In diese Phalanx konnte lediglich das Ehepaar Isabella Ganz (35) und Mitja Ganz (44) eindringen, die beide für MLP in Hof arbeiten. Das Paar erreichte wie Peter Hoppe und sein Team die höchste Punktzahl im Wissensteil und legte damit die Basis für ihre Top-Ten-Platzierungen in der Gesamtwertung. Mitja Ganz kann sich damit bereits zum siebten Mal zu Deutschlands zehn besten Finanzberatern zählen.

Finanzberater des Jahres 2018 - Gesamtwertung

Ausblick 2017. Und was erwarten Hoppe und Co vom Börsenjahr 2017? Hoppe verweist auf das Jahr 2016, als der DAX in einer Bandbreite zwischen 8750 und 11 500 Punkten notierte. In der Spitze hätten Anleger am Jahresbeginn 15 Prozent verlieren können, aber vom Tief Mitte Februar auch 30 Prozent gewinnen können. "Diese Schwankungen könnten uns erhalten bleiben", sagt er. Sein Mittel dagegen: "Auf die letzten Prozente nach oben verzichten und auch mal Gewinne mitnehmen."

Andreas Teichmann blickt zunächst auf Donald Trump, der am 20. Januar sein Amt als US-Präsident antreten wird. Kann Trump die hohen Erwartungen an seine Wirtschaftspolitik erfüllen? "Diese muss er erst noch in Gesetzesvorhaben umsetzen", erklärt Teichmann. Er glaubt aber, dass es in den USA einen Schwenk von der Geld- zur Fiskalpolitik geben wird. In Europa womöglich auch. "Aber nicht vor der Bundestagswahl im Herbst, da Finanzminister Wolfgang Schäuble auf die schwarze Null im Staatshaushalt achten dürfte." Danach sei ein leichter Schwenk zu höheren Staatsausgaben möglich. Kurzfristig wäre dies positiv für Aktien, vermutet Teichmann, "langfristig muss man abwarten".Andreas Teichmann blickt zunächst auf Donald Trump, der am 20. Januar sein Amt als US-Präsident antreten wird. Kann Trump die hohen Erwartungen an seine Wirtschaftspolitik erfüllen? "Diese muss er erst noch in Gesetzesvorhaben umsetzen", erklärt Teichmann. Er glaubt aber, dass es in den USA einen Schwenk von der Geld- zur Fiskalpolitik geben wird. In Europa womöglich auch. "Aber nicht vor der Bundestagswahl im Herbst, da Finanzminister Wolfgang Schäuble auf die schwarze Null im Staatshaushalt achten dürfte." Danach sei ein leichter Schwenk zu höheren Staatsausgaben möglich. Kurzfristig wäre dies positiv für Aktien, vermutet Teichmann, "langfristig muss man abwarten".

Finanzberater des Jahres 2018 - Weitere Top-Berater

Hattrick im Blick? Strebt Peter Hoppe nach der Titelverteidigung nun den Hattrick an? "Es ist mir eine große Ehre, dass ich den €uro-Wettbewerb zweimal gewinnen durfte", sagt er. An die nächste Austragung möchte er aber noch nicht denken. Zunächst freut er sich auf die anstehenden Jahresgespräche mit seinen Mandanten. Denn auch mit der Depotentwicklung seiner Vermögensverwaltung war Peter Hoppe im Jahr 2016 sehr zufrieden.