Rückblick Wettbewerb 2014/2015

Gemeinsam stark

Konstantin Karagianakis ist der neue „Finanzberater des Jahres“. Platz 2 erreicht Frank Strippel, der ebenfalls für Plansecur arbeitet.

von Ralf Ferken

Es ist geschafft: Konstantin Karagianakis (45) heißt der neue „Finanzberater des Jahres“. Der griechischstämmige Vermögensberater von Plansecur aus Düsseldorf hatte die Führung beim €uro-Wettbewerb im September 2014 erobert und bis Anfang Dezember 2014 nicht mehr abgegeben. „Das ist eine ganz große Freude“, sagt Karagianakis.

Finanzberater des Jahres 2015 - Die Gewinner

Den €uro-Wettbewerb zu gewinnen, ist tatsächlich eine respektable Leistung. Denn Karagianakis musste gleich in zwei Disziplinen überzeugen. Im Depotteil sollte er sein fiktives Startkapital von 100 000 Euro möglichst risikoarm vermehren. Zudem musste er im Wissensteil 300 Fragen zu Börse, Recht, Steuern und Versicherungen beantworten.

Schon früh zeichnete sich ab, dass Karagianakis im Depotteil mit einem HWB-Mischfonds einen guten Griff getan hatte. Denn der Fonds profitierte von einem Gerichtsurteil, das Argentinien zur Zahlung von Altschulden verpflichtete. Zudem kam die Trendfolgestrategie von HWB-Fondsmanager Hans Willi Brand im Jahr 2014 wieder besser zum Tragen als in den Vorjahren, sodass der Fonds bis zum Ende des Wettbewerbs kontinuierlich zulegte. Nicht zuletzt hielt Karagianakis dem Fonds die Treue, weil er aus Gesprächen mit Brand wusste, dass dieser sein Depot bei fallenden Kursen nach unten absichern würde.

Goldener Bulle. Als dann die ersten Ergebnisse vom Fragenteil in die Gesamtwertung einflossen, wurde Karagianakis langsam klar, dass er „Finanzberater des Jahres“ werden könnte. „Bei den letzten Fragebogen habe ich mich dann natürlich besonders angestrengt“, sagt er. Am Ende gewann der Vermögensberater den Depotteil und erzielte im Wissensteil so viele Punkte, dass ihn kein anderer der rund 400 Teilnehmer mehr einholen konnte.

Am 30. Januar 2015 wird ihm €uro-Herausgeber Frank-B. Werner auf der Finanzen Nacht in München die Siegertrophäe, den „Goldenen Bullen“, überreichen. Karagianakis weiß bereits, wo er ihn aufstellen wird. „In Sichtweite meines Beraterplatzes“, sagt er — so viel Stolz darf sein. Karagianakis legt aber Wert darauf, dass er ein Teamplayer ist. Zwar ist er für seine Kunden der erste Ansprechpartner. Um die Vor- und Nachteile verschiedener Finanzkonzepte zu diskutieren, tauscht er sich jedoch mit seinen Kollegen von Plansecur aus. Und falls nötig, holt er auch externen Rat ein.

Mischfonds bevorzugt. Karagianakis ist nicht der erste Teilnehmer von Plansecur, den €uro zum „Finanzberater des Jahres“ kürt. Bereits im Jahr 2008 gewann der damalige Plansecur-Berater Thomas Bartling den Wettbewerb, der mittlerweile als Fondsmanager bei Concept Vermögensmanagement in Bielefeld tätig ist. Auch Frank Strippel, der für Plansecur in Düsseldorf arbeitet, war in diesem Jahr nahe dran, zu gewinnen. Er war der härteste Verfolger von Karagianakis und belegte schließlich Platz 2 in der Gesamtwertung. Und dies, obwohl er beim €uro-Wettbewerb unabhängig von Karagianakis agierte.

Finanzberater des Jahres 2015 - GesamtwertungStrippel setzte in seinem Depot zwar auch auf die offensiven HWB-Mischfonds, investierte zudem aber in besonders schwankungsarme Mischfonds wie den First Private Wealth oder den Nordea Stable Return. „Mein Ziel war es, die Volatilität gering zu halten“, erklärt der Diplom-Wirtschaftsmathematiker.

Mischfonds spielen bei Karagianakis und Strippel auch im Alltag eine wichtige Rolle. Denn ihren Kunden raten sie meist zu einer Kombination aus verschiedenen Mischfonds, damit die Depots „sattelfest und solide werden“, sagt Karagianakis.

 

Erfahrung, die zählt. Bernd Schmidt (51) aus Bad Homburg erreichte Platz 3 in der Gesamtwertung. Auch der unabhängige Vermögensberater bestückt die Depots seiner Kunden meist mit einigen Misch- und vermögensverwaltenden Fonds, damit diese ruhig schlafen können. „Denn hohe Verluste halten Anleger nervlich nicht durch, auch wenn sie dies vorher behauptet haben“, sagt er. Schmidt setzt dabei auf die sogenannte Mehrwertphasenstrategie. Das bedeutet: Er kombiniert die jeweiligen Fonds so, dass sie zu unterschiedlichen Zeiten steigen oder fallen. Auf diese Weise möchte er den Kursverlauf des gesamten Portfolios glätten.

Der diesjährige Erfolg von Schmidt ist kein Zufall. Bei vier Teilnahmen erreichte er bereits dreimal die Top 50. In diesem Jahr punktete er besonders im Wissensteil. Dort halfen ihm seine über 30-jährige Berufserfahrung und der Umstand, dass er seit dem Jahr 1997 selbst Prüfungen für Finanzberater bei der Industrie- und Handelskammer Frankfurt (IHK) abnimmt. Hervorheben muss man auch die Leistungen von Wilfried Stubenrauch (46). Der Finanzberater aus Schortens in Niedersachsen erreichte in diesem Jahr Platz 4 der Gesamtwertung. Bereits im Jahr 2010 hatte ihn €uro zum „Finanzberater des Jahres“ gekürt und im Jahr darauf erreichte er Platz 2.

Finanzberater des Jahres 2015 - Weitere Top-Berater

Am 1. Juni 2015 startet das €uro-Magazin die nächste Runde zum „Finanzberater des Jahres“. €uro ruft die besten Anlage- und Vorsorgefachleute Deutschlands dann zum zwölften Mal auf, ihr Können unter Beweis zu stellen. Zunächst dürfen Konstantin Karagianakis, und Co jedoch ihre Erfolge des gerade zu Ende gegangenen Contests feiern.