Rückblick Wettbewerb 2005/2006

Nach sechs turbulenten Monaten Depot-Contest und monatlichen kniffligen Fragebögen standen die Sieger des Wettbewerbs "Finanzberater des Jahres" fest. Die harte Auslese ist mehr wert als Diplome und graue Theorie. Geradezu einen Marathon hatten die Sieger des Wettbewerbs "Finanzberater des Jahres" hinter sich.

Rueckblick FBDJ 2005/2006 
Für Anhänger der Spieltheorie war der abgelaufene Wettbewerb "Finanzberater des Jahres" hochinteressant. Fast 1000 Teilnehmer rangen um den Sieg. Dabei durften sie sich aber nicht blind auf ihre eigene Strategie verlassen, sondern mussten die Entscheidungen der Konkurrenten in ihre Überlegungen miteinbeziehen. Im Depotwettbewerb, in dem die Hälfte der Punkte für den Gesamtsieg vergeben wurde, sorgten Claus Kühn von AllfinanzConsult Kühn und Frank Fieber von Cecon Finanzmanagement für eine Menge Bewegung. Die Finanzberater aus dem niederbayerischen Pocking und dem hessischen Seeheim-Jugenheim nahe Darmstadt hatten schon wenige Wochen nach Start des Wettbewerbs das virtuelle Startkapital von 500 000 Euro um 60 000 Euro erhöht. Beide haben schon früh eine sehr aktive Depotstrategie verfolgt. Das bedeutete, wer jetzt noch um den Sieg mitkämpfen wollte, musste sich ebenfalls sehr gründlich um sein Depot kümmern. "Ich habe für den Wettbewerb täglich intensiv die Märkte analysiert und bei interessanten Konstellationen sofort umgeschichtet", sagt Fieber.

Bis zum Schluss gaben Fieber und Kühn die Führung in der Depotwertung nicht mehr ab, der Grundstein für ihre Spitzenplatzierung. Eine sehr ausgeglichene Leistung in den beiden Wettbewerbsteilen verhalf Fiebers Kollegen Thorsten Graupe zu einer Top-Platzierung: Platz 7 im Depot-Wettbewerb und Platz 9 beim Wissenstest, der genauso stark für die Gesamtwertung zählt, reichten zu Platz 3 in der Gesamtwertung. Fieber, Graupe und sechs Mitstreiter betreiben in Hessen und Nordrhein-Westfalen die Beratungsfirma Cecon Finanzmanagement. Eine ebenfalls starke Mannschaftsleistung schaffte die Mannheimer Performance AG. Markus Flick liegt in den Top Ten, fünf weitere Berater des Unternehmens reihen sich unter den ersten 50 ein.

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Deutschlands Klügster. Beim Wissenstest legte Ralf Patzschke die Messlatte hoch. Der Vermögensberater aus Wuppertal war schon im vergangenen Wettbewerb einer der eifrigsten Punktesammler und darf sich diesmal Deutschlands klügster Finanzberater nennen. Patzschke trat gleich zweimal an, als Mitglied des Teams Gerling und, unter eigener Flagge, als RaPaCon. Seine fast fehlerfreie Beantwortung der Fragebogen brachte viele ins Schwitzen und veranlasste so manchen Teilnehmer zu Überstunden.

Der beste Bankberater Deutschlands sitzt in der Volksbank Oelde-Ennigerloh- Neubeckum im westfälischen Ennigerloh bei Ahlen. Mirko Vecernik ist im Job täglich mit Finanzanlagen beschäftigt, für den Wettbewerb hat er vor allem seine Kenntnisse über Schwellenländer intensiviert. Auch er war mit einer langfristigen Depotstrategie gestartet, wie er sie in Kundendepots anwendet. "Ab Mitte des Wettbewerbs war ich aber nur noch jeweils wenige Tage in einem Markt investiert, um alle Chancen auszunutzen."

Erfreulicherweise haben Finanzberater aus verschiedenen Sparten am Wettbewerb teilgenommen. Neben selbständigen Vermögensberatern und Angestellten verschiedener Banken waren auch Beschäftigte bei Bausparkassen, Versicherungen und Strukturvertrieben vertreten. Der Wettbewerb ist seinem Ziel, eine unabhängige Vergleichsplattform für Berater jeglicher Coleur zu sein, nahegekommen. "Daher werte ich die Veranstaltung als vollen Erfolg", sagt Kai Werner Röhrl von Robeco Asset Management in Frankfurt. Die niederländische Fondsgesellschaft ist wie das Wirtschaftsmagazin €uro auch im Jahr 2006 einer der Veranstalter des Wettbewerbs.

Zufrieden ist man ebenso bei Jung, DMS & Cie, einem Zusammenschluss von 6400 Maklerunternehmen und damit einem der führenden Pools Deutschlands. Der Berater-Pool mit seiner Berater-Plattform "World of Finance" hat die Wettbewerbs-Technologie zur Beantwortung der Fragebögen und zur Führung der virtuellen Depots bereitgestellt. "Die Ergebnisse des Wettbewerbs zeigen, dass die unabhängigen Berater nicht nur fachlich gut aufgestellt sind, sondern mit Hilfe von Analyse- und Beratungsinstrumenten auch hervorragende Beratungsergebnisse liefern", sagt John Schröder, Vorstand von Jung, DMS & Cie in Wiesbaden.

Die Fragebogen, die jeder Teilnehmer monatlich zu verschiedenen Wissensgebieten beantworten musste, hatte Professor Rolf Tilmes erarbeitet. Er ist wissenschaftlicher Berater der ebs Finanzakademie, des Weiterbildungsinstituts der European Business School (ebs) in Oestrich-Winkel im Rheingau. Die ebs Finanzakademie ist für ihr Studium zum Finanzökonom bekannt, das zum Certified Financial Planner (CFP) qualifiziert.

Der letzte im Bunde der Veranstalter ist der Informationsdienstleister €uro Advisor Services. An der Firma sind die FondsConsult Holding und der Axel Springer Finanzen Verlag , der auch €uro herausgibt, beteiligt. €uro Advisor Services betreibt unter anderem die Website www.fundresearch.de und die Fondssoftware Finanzen FundAnalyzer (FVBS).

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Der Oscar der Finanzbranche. Getreu dem Motto "Wer hart gearbeitet hat, darf auch feste feiern" war die Stimmung bei der Preisverleihung des "Goldenen Bullen" am 27. Januar in München blendend. Die Fondsbranche ehrte in der FINANZEN-Nacht neben dem "Finanzberater des Jahres" die besten Fondsmanager, Berater und Gesellschaften. Rund 800 geladene Gäste aus Wirtschaft und Medien nahmen an der exklusiven Veranstaltung teil. Die Veranstaltung fand in einer der angesagtesten Locations in München, der "Reithalle", statt. Thomas Ohrner führte die Gäste unterhaltsam durch den Abend, der sich rund um die Stars der Gala, die zehn Empfänger der Goldenen Bullen, drehte. Dr. Andreas Wiele, für Zeitschriften zuständiger Vorstand der Axel Springer AG, lobte das Engagement und das Unternehmertum in der Finanzbranche. Neben der Ehrung von Frank Fieber zum "Finanzberater des Jahres" war ein weiteres festliches Highlight die Ehrung des "Unternehmer des Jahres" Wulf von Schimmelmann, Vorstand der Deutschen Postbank, durch Andreas Wiele, Vorstand Zeitschriften und Internationales der Axel Springer AG. "Fondsmanager des Jahres" wurde Jens Erhard, Grandseigneur der deutschen Fondsbranche.